Das war der „Tag der kreativen Bildung“

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Das war der „Tag der kreativen Bildung“

4. Juni 2019

Wie kreative Bildung in Schulen eingebunden werden kann, haben die rund 100 Teilnehmer*innen beim „Tag der kreativen Bildung“ erfahren. Sie erhielten einen Einblick in das Lehr- und Lern-Material auf www.kunstlabore.de. Es gab Gelegenheiten, sich mit anderen Akteur*innen zu vernetzen und neue Impulse für die eigene Arbeit an und mit Schulen zu erfahren.  In fünf Workshops wurden Formate und Methoden ausprobiert, die im Rahmen der „Kunstlabore“ von Praktiker*innen aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Musik, Tanz und Theater gemeinsam mit Schulen entwickelt wurden.

Anne Katrin Klinge (Thalia Theater) und Julia Eplinius (TUSCH / BürgerStiftung Hamburg) zeigten im Kunstlabor Theater, wie  man ein künstlerisches Projekt an der Schule umsetzen kann.  In der Gruppe wurden  konkrete Ideen für künstlerische Projekte entwickelt.

Kathrin Buchmann und Sabine Mähne (LesArt) vom Kunstlabor Literatur nahmen die Gruppe mit auf eine literarische Stationenreise durch zwanzig ausgezeichnete, aktuelle Kinder- und Jugendbüchern, die Neugier auf Bücher weckt. Der Weg führte über mehrere Stationen, von einem Bilddetail des Einbandes bis zum Öffnen des Buches. Die Teilnehmer*innen waren gefordert, nach und nach Hinweise (Buchtitel, erster Satz, Inhaltsangabe) zu lesen und mit dem bereits Entdeckten in Beziehung zu setzen. Ein bewusst verlangsamter Prozess, bei dem die Neugier auf die Bücher wächst und in die Wahl persönlicher Favoriten mündet. Materialien, Moderation und ein strikt einzuhaltendes Verbot fördern Denken, Argumentieren und Diskutieren.

Das Kunstlabor Tanz mit An Boekman (TanzZeit e.V.) präsentierte Calypso, ein Tool für Tanzunterricht in Schulen.  Im Gegensatz zu anderen Schulfächern sind im Tanzunterricht die individuellen künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten freier. Um dennoch Inhalte für den zeitgenössischen Tanz an Schulen greifbar zu machen, hat das Kunstlabor Tanz sechs Fokusfelder entwickelt: Körper und Bewegung, Gestaltung und Tanz, Tanzkulturen, Tanz im Unterricht, Tanz und andere Künste, Tanz-Selbst-Gesellschaft. Jedes konzentriert sich auf einen Blickwinkel, aus dem ein gewähltes Thema betrachtet werden kann. Im Workshop zeigt das Kunstlabor Tanz, wie Lehrkräfte aus den entwickelten Materialien und methodischen Vorschlägen, eine Vielzahl von Aufgaben für den Unterricht selbst gestalten können.

Juliane Bruckmann und Lieske Strudthoff (Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen) sowie Franziska Spohr (Zukunftslabor) vom Kunstlabor Musik haben gezeigt, wie Schüler*innen können unabhängig von musikalischen Vorkenntnissen mit Profi-Musiker*innen in Kontakt kommen und gemeinsam mit ihnen intensive Momente des Musizierens erfahren. Dieses Prinzip prägt die Arbeit des Kunstlabors Musik und hat sich in vielen Jahren der Zusammenarbeit von Schule und Orchester im Bremer Zukunftslabor immer wieder bestätigt. Gemeinsam mit Musiker*innen der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen wurde mit einfachen Methoden ein Stück erarbeitet. Ein Modell, welches mit Hilfe der Materialien der Kunstlabore-Webseite im Schulalltag oder in Projekten angewendet werden kann.

Im Kunstlabor Bildende Kunst zeigten Magdalena von Rudy (Künstlerin) und Sandra Jasper (Kunstlabor Bildende Kunst), wie fächerübergreifende Projektansätze zwischen Bildender Kunst und anderen Fächern ausgestaltet sein können. Praktisch erprobt wurde dabei das Projekt „FOUND“ – eine filmische Live-Performance über das Fehlen.

Alle Methoden und Materialien zum Nachlesen und Nachahmen auf www.kunstlabore.de.

Critical-Friends-Workshop, Kunstlabore

26. Juni 2018 | 25. und 26. Juni in Fulda | Galerie

Die fünf Kunstlabore-Projektpartner aus Bildender Kunst, Literatur, Musik, Tanz und Theater stellten an zwei Workshop-Tagen einem Fachpublikum aus Wissenschaft, Bildung, Kreativwirtschaft und Stiftungswesen ihre bisherige Arbeit vor. Die entstandenen innovativen Materialien für qualitätsvolle Kulturelle Bildung im Unterricht wurden getestet und unter Berücksichtigung bisherigen Erfahrungswissens diskutiert.

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