Die fünf Qualitätsbereiche künstlerischer Arbeit in Schulen

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Die fünf Qualitätsbereiche künstlerischer Arbeit in Schulen

13. Dezember 2019

Die Rolle und Relevanz künstlerischer Arbeit in Schulen ist angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und bildungsbezogenen Herausforderungen heute so bedeutsam wie nie. Weil die Impulse künstlerischer Arbeit für Schulen im 21. Jahrhundert so wertvoll sind, ist es wichtig eine hohe Qualität der Prozesse zu gewährleisten. Wie kann künstlerische Arbeit in hoher Qualität gelingen und welche Aspekte sind dafür wichtig? Was können Schüler*innen durch künstlerische Prozesse erfahren und lernen? Diesen Fragen sind wir im Kunstlabore-Programm nachgegangen und haben die Grundlagen hier zusammengefasst.

Die anleitende Person bildet das Herz des gemeinsamen künstlerischen Prozesses und stellt den wichtigsten Qualitätsbereich dar. Hierzu gehen wir der Frage nach, welche Haltung, welches Kunstverständnis und welche künstlerische Expertise und Qualifikation der anleitenden Person förderlich oder sogar Bedingung für die Entfaltung der Erfahrungspotenziale bei Schüler*innen im Prozess ist. Welche Voraussetzungen sollten anleitende Personen mitbringen, damit künstlerische Prozesse in Schulen in hoher Qualität gelingen?

Der zweite wesentliche Qualitätsbereich künstlerischer Arbeit in Schulen ist: Die Verständigung zwischen Kunst- und Kulturschaffenden und Lehrer*innen. Hier geht es darum, über welche Inhalte sich die Beteiligten verständigen sollten, damit qualitätsvolle künstlerische Prozesse in Schulen stattfinden können. Dabei ist sowohl die Zieldefinition ein Thema, wie auch die Verständigung über Kunst- und Rollenverständnisse sowie die Klärung der jeweiligen Verantwortlichkeiten. Wie kann der Verständigungsprozess zwischen Lehrer*in und Kunst- und Kulturschaffenden gestaltet sein und welche Inhalte sollten in diesem Prozess thematisiert werden?

Der künstlerische Prozess stellt den dritten wichtigen Qualitätsbereich dar.Wie und mit welchen Strategien lässt sich der künstlerische Prozess anleiten und umsetzen?

Um dies zu verdeutlichen, machen wir beispielhaft Strategien künstlerischen Arbeitens nachvollziehbar und geben vertiefende Einblicke in die Ausgestaltung künstlerischer Prozesse mit Schüler*innen. Ein weiterer Fokus liegt darauf, geeignete Themen und Inhalte sowie einen angemessenen Projektabschluss zu finden.

Der vierte wesentlichen Qualitätsbereich künstlerischer Arbeit in Schulen ist: Die Beziehung. Welche Rolle spielt der Faktor Beziehung und durch welche Aspekte wird diese Beziehung beeinflusst? Der vierte Qualitätsbereich beschreibt die Bedeutung der Beziehung zwischen Schüler*innen, Kunst- und Kulturschaffenden und Lehrer*innen und geht der Frage nach durch welche Aspekte diese Beziehung beeinflusst wird. Welche Bedeutung kommt dabei der Dauer der Zusammenarbeit hinsichtlich Vertrauensaufbau und Vertiefung der Arbeit zu? Welche Möglichkeiten und Modelle bieten sich an, um künstlerische Prozesse in die Schulstruktur einzubinden?

Welche Möglichkeiten gibt es, schulische Räume zu nutzen und wie können neue Räume für künstlerisches Arbeiten erschlossen werden? Der Raum bildet den fünften Qualitätsbereich, der ebenfalls wichtig ist, jedoch laut der Erfahrungen im Kunstlabore-Programm nicht so bestimmend für die Qualität ist wie die übrigen Qualitätsbereiche. Das bedeutet auch, das Gelingen künstlerischer Praxis sollte am Raum nicht scheitern. In diesem Kapitel werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie vorhandene Räume genutzt, schulische Räume zu Kunsträumen umgestaltet und neue Räume erschlossen werden können.

©https://kunstlabore.de/qualitaet/2-die-verstaendigung/